– zwischen Abwehr und Bewusstsein
Dieser Artikel spiegelt meine persönlichen Erfahrungen, Beobachtungen und Gedanken aus tierenergetischer Sicht wider und ersetzt keine medizinische oder tierärztliche Beratung.
Wenn durch ein kleines Tier große Angst entsteht
Kaum ein anderes Tier löst in uns so schnell Abwehr aus wie die Zecke. Sobald wir sie entdecken, reagieren wir sofort mit Sorge, Angst oder Ekel. Natürlich stellt sich dabei die Frage, wie wir uns und unsere Tiere schützen können. Gerade wenn man Haustiere hat, gehört dieses Thema zum Alltag dazu.
In den letzten Jahren habe ich mich viel damit auseinandergesetzt.
Dabei ist in mir nicht nur die Frage entstanden, wie wir Zecken fernhalten können, sondern auch, was sie uns vielleicht sagen möchten. Damit meine ich kein Gespräch im klassischen Sinn. Für mich bedeutet Tierkommunikation viel mehr als Worte. Es ist ein Wahrnehmen auf einer tieferen Ebene, ein feines Spüren von Zusammenhängen, Gefühlen, Bildern und einem inneren Wissen, das sich oft nur schwer erklären lässt.
Zecken waren schon immer da und vermutlich werden wir lernen müssen, achtsamer mit ihnen umzugehen, statt nur gegen sie zu kämpfen.
Leben wir mehr in Angst als in Vertrauen?
Die Zecke wurde vor ein paar Jahren als gefährlichstes Tier der Schweiz bezeichnet.
Gleichzeitig leben Menschen und Tiere seit jeher mit Zecken zusammen. Landwirte, Gärtner, Menschen, die täglich im Wald unterwegs sind, Hunde, Katzen oder Wildtiere würden vermutlich längst nicht mehr existieren, wenn Zecken grundsätzlich so allgegenwärtig tödlich wären, wie es manchmal vermittelt wird.
Auf Social Media sieht man immer wieder Schreckensbilder von toten Wildtieren wie Elchen, die stark von Zecken befallen sind. Dabei stellt sich für mich die Frage, ob diese Tiere bereits in einem geschwächten Allgemeinzustand waren, deshalb besonders viele Zecken hatten und letztlich verendet sind oder ob der Zeckenbefall selbst ursächlich für ihren Tod war. Dieser Unterschied erscheint mir bedeutend, wenn man solche Bilder einordnet.
Denn natürlich können Zecken Erkrankungen wie Borreliose, FSME, Anaplasmose oder Babesiose übertragen und das sollte man keinesfalls verharmlosen. Trotzdem finde ich es wichtig, nicht nur aus Angst zu handeln, sondern genauer hinzusehen.
Viele Menschen reagieren in jeder Hinsicht auf Zecken oft empfindlicher als Tiere selbst.
Bei Hunden zeigt sich beispielsweise häufig, dass sie bereits Antikörper gegen Borreliose im Blut haben, ohne jemals schwer zu erkranken. Auch bei Katzen fällt vielen Tierhaltern auf, dass sie oft zahlreiche Zecken haben und trotzdem erstaunlich robust dagegen wirken. Das sind Beobachtungen, die mich nachdenklich machen …

Welche Rolle spielt das Immunsystem wirklich?
Immer wieder frage ich mich auch, welche Rolle das Immunsystem dabei spielt.
Oft hört oder liest man, dass Tiere mit einem guten und stabilen Immunsystem weniger anfällig für Zecken sind. Unsere Hündin Belli kam aus dem Tierschutz und war in einem sehr schlechten Zustand, als sie bei uns eingezogen ist. Sie war verwahrlost und ich nehme an, dass sie zuvor weder regelmäßig entwurmt noch geimpft wurde. Ihr Allgemeinzustand war damals wirklich nicht gut.
Gerade deshalb hätte ich erwartet, dass sie besonders viele Zecken haben würde. Trotzdem hatte sie in den letzten vier Jahren gerade einmal eine einzige Zecke.
Vielleicht war ihr Allgemeinzustand zwar schlecht, ihr Immunsystem aber trotzdem stabiler, als man von außen vermutet hätte. Genau solche Erfahrungen zeigen mir immer wieder, dass vieles nicht so eindeutig ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Eigene Erfahrungen und neue Fragen
Was mich an diesem Thema ebenfalls beschäftigt, ist der Gegensatz zwischen den vielen Warnungen rund um Zecken und den eigenen Erfahrungen, die viele Menschen machen. Zeckenschutz wird heute als sehr wichtig angesehen und mittlerweile wird vielen Hunden sogar ein ganzjähriger Schutz empfohlen.
Gleichzeitig erlebe ich im Alltag etwas, das nicht immer dazu passt, was vermittelt wird. Wir leben in einem Waldgebiet und sind täglich in der Natur unterwegs. Trotzdem hatte ich seit Jahrzehnten keine Zecke mehr. Eigentlich müsste die Gefahr bei so vielen Aufenthalten im Grünen ständig präsent sein.
Braucht Schutz mehr als Mittel von außen?
Viele Mittel gegen Zecken greifen ins Nervensystem unserer Haustiere ein. Da stellt sich für mich die Frage, wie selbstverständlich wir solche Mittel auch für uns selbst akzeptieren würden.
Ich gehe mit dem Thema heute sehr achtsam um. Ich verlasse mich nicht blind auf ein Mittel, sondern auf Aufmerksamkeit, Umgang mit der Natur und Eigenverantwortung. Natürliche Unterstützung nutze ich für meine Haustiere ergänzend, sehe sie aber nicht als allein entscheidend.
Ein achtsamer Umgang statt blinder Kampf
Haustiere nach dem Aufenthalt im Freien abzusuchen bleibt wichtig, besonders an typischen Stellen wie Ohren, Bauch, Achseln oder Schnauze. Zecken sind vor allem am Morgen, an warmen Tagen und bei Feuchtigkeit aktiv. Sie sitzen in hohem Gras oder im Unterholz und warten nur darauf, abgestreift zu werden.
Wer diese Muster kennt, kann Spazierwege und Tageszeiten bewusster wählen oder Hunde zeitweise anleinen. Auch die richtige Kleidung spielt eine Rolle.
Wissenswert ist auch, dass Zecken die Erreger meist nicht sofort übertragen, daher ist frühes Absuchen sinnvoll. Dichtes Fell schützt zwar nicht vollständig, kann aber eine gewisse Barriere sein.
Ein letzter Gedanke
Müssen wir sofort alles bekämpfen oder können wir uns selbst wieder mehr der Natur anpassen?
Vielleicht beginnt ein friedliches Miteinander dort, wo wir wieder mehr hinspüren und nicht alles aus Angst oder Gewohnheit steuern.